Für die Bürgermeisterwahl in Wehr stehen derzeit drei Kandidaten zur Auswahl: Michael Kownatzki, Denis Schimak und Matthias Jehle.
Jeder der Kandidaten hat eigene Vorstellungen davon, wie die Stadt Wehr zukünftig gestaltet werden kann, wie Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden und wie gute Ideen Realität werden. Alle Positionen haben dabei positive, aber auch kritische Aspekte.
Auffällig ist allerdings der Unterschied im Umgang mit Kritik. Während manche Kandidaten den Dialog suchen, Kritikpunkte inhaltlich bewerten oder unterschiedliche Perspektiven einnehmen, hat sich AfD-Kandidat Matthias Jehle für einen anderen Weg entschieden.
Jehle ist Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Waldshut. Unter seiner Verantwortung veröffentlicht der Kreisverband auch Beiträge in den sozialen Medien.
Nachdem wir in Artikeln die Frage gestellt haben, wie er als möglicher Bürgermeister die Bürgerinnen und Bürger von Wehr erreichen und ein gesundes gesellschaftliches Klima fördern möchte, reagierte der Kreisverband nicht mit Argumenten – sondern mit Angriffen.
Damit stellt sich für die Öffentlichkeit eine zentrale Frage: Was bedeutet dieses Vorgehen für die politische Kultur in unserer Stadt?
Was das für die Bürger von Wehr bedeutet
Wer Bürgermeister werden will, trägt eine besondere Verantwortung – nicht nur für seine eigenen Worte, sondern auch für das politische Klima, das durch seine Kandidatur entsteht.
Der Umgang mit Kritik ist dabei ein Prüfstein: Geht es darum, Argumente offen zu diskutieren und unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren? Oder darum, Kritiker persönlich anzugreifen und Diskussionen so zu verschärfen, dass ein konstruktiver Austausch erschwert wird?
Die Bürgerinnen und Bürger von Wehr sollten genau darauf achten, welche Methoden im Wahlkampf eingesetzt werden. Denn am Ende entscheidet nicht nur das Programm, sondern auch der Stil: Ob Politik in Wehr durch Dialog und Sachargumente geprägt wird – oder durch persönliche Angriffe und Polarisierung.
