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Ergebnis unserer Umfrage: Wie wurde die temporäre Aufwertung der Innenstadt genutzt?

20.06.2026

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Die temporäre Aufwertung der Innenstadt im Rahmen der Aktion „Lebendige Ortsmitte“ neigt sich dem Ende zu. Mit Sitzmöbeln, Bäumen und verschiedenen Aktivitäten sollte erprobt werden, wie sich mehr Aufenthaltsqualität im Zentrum schaffen lässt. Getragen wurde der Testlauf von Stadtverwaltung, Unternehmen und Vereinen.

Die Aktion war damit ein erster sichtbarer Versuch, die Innenstadt stärker als Aufenthaltsort und Begegnungsraum zu denken. Gleichzeitig bleibt nach dem Ende des Testzeitraums offen, welche Strategie daraus folgt und welche konkreten nächsten Schritte geplant sind.

Wir haben die Aktion mit einer Umfrage begleitet und wollten wissen: Wie wurde die Experimentierfläche tatsächlich genutzt? Wie wurde sie wahrgenommen? Und welche Hinweise ergeben sich daraus für die künftige Entwicklung der Innenstadt?

Nachmittags wurde die Fläche am häufigsten genutzt

Die meisten Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer gaben an, die Experimentierfläche vor allem nachmittags genutzt zu haben. Auf diesen Zeitraum entfielen 40 Prozent der Nennungen. Danach folgte die Nutzung mittags mit 27 Prozent.

Am Morgen sowie am Abend wurde die Fläche jeweils von 13 Prozent der Befragten genutzt. 7 Prozent machten keine Angabe zur Tageszeit.

Damit zeigt sich: Die temporäre Aufwertung wurde vor allem in den Tageszeiten wahrgenommen, in denen Menschen ohnehin in der Innenstadt unterwegs sind – etwa für Besorgungen, Pausen oder kurze Aufenthalte.

Nutzung nach Tageszeit
Nachmittags wurde die Fläche am häufigsten genutzt
Nachmittags 40%
Mittags 27%
Morgens 13%
Abends 13%
Keine Angabe 7%

Viele blieben nur kurz – aber nicht alle gingen einfach vorbei

Auch bei der Aufenthaltsdauer zeigt sich ein gemischtes Bild. 40 Prozent der Befragten gaben an, sich nur kurz auf der Fläche aufgehalten zu haben. 33 Prozent blieben etwas länger, weitere 13 Prozent sogar länger. Der Rest machte keine Angabe.

Das spricht dafür, dass die Fläche zwar häufig als kurzer Zwischenstopp genutzt wurde, aber durchaus auch Potenzial für längere Aufenthalte hatte. Gerade Sitzgelegenheiten, Begrünung und Aktionen können dabei eine Rolle gespielt haben.

Aufenthaltsdauer
Viele blieben nur kurz – aber nicht alle gingen einfach vorbei
Kurz 40%
Etwas länger 33%
Länger 13%
Keine Angabe 14%

Noch deutlicher wird dies bei der Frage, ob die Befragten sich tatsächlich dort aufgehalten oder die Fläche lediglich passiert haben. 61 Prozent gaben an, sich dort aufgehalten zu haben. 28 Prozent sind vor allem durchgegangen. Der übrige Anteil machte keine Angabe.

Damit wurde die Fläche nicht nur als Durchgangsraum wahrgenommen, sondern mehrheitlich auch als Ort zum Verweilen genutzt.

Aufenthalt oder Durchgang
Mehrheitlich wurde die Fläche als Ort zum Verweilen genutzt
Dort aufgehalten 61%
Durchgegangen 28%
Keine Angabe 11%

Verkehr: Mehrheit sieht keine Probleme, ein Drittel aber schon

Ein zentrales Thema bei solchen Innenstadtversuchen ist die Verkehrssituation. Die Landesaktion, die das Mobiliar für den Testzeitraum zur Verfügung stellte, zielt grundsätzlich auch darauf ab, Möglichkeiten für beruhigte Verkehrsflächen zu erproben. In Wehr wurde dies allerdings nicht in vollem Umfang direkt umgesetzt.

Dennoch bewerteten 60 Prozent der Befragten die Verkehrssituation als unproblematisch. 33 Prozent empfanden sie dagegen als problematisch. Der Rest machte keine Angabe.

Das Ergebnis zeigt: Für eine Mehrheit war der Verkehr während des Testzeitraums offenbar kein Hindernis. Gleichzeitig ist der Anteil kritischer Rückmeldungen groß genug, um das Thema bei künftigen Planungen ernst zu nehmen. Mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt hängt nicht nur von Möbeln und Begrünung ab, sondern auch davon, wie sicher, ruhig und angenehm der Raum insgesamt erlebt wird.

Bewertung der Verkehrssituation
Mehrheit sieht keine Probleme, ein Drittel aber schon
Verkehr unproblematisch 60%
Verkehrssituation problematisch 33%
Keine Angabe 7%

Wetter spielte keine negative Rolle

Das Wetter wurde von den Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmern durchgehend als unproblematisch bewertet. Einschränkungen durch Regen, Hitze oder andere Witterungsbedingungen spielten in den Rückmeldungen demnach keine erkennbare Rolle.

Interessanter sind die Kommentare zur Aktion selbst. Diese fielen sehr unterschiedlich aus: 33 Prozent der Rückmeldungen waren positiv, weitere 33 Prozent kritisch oder ablehnend. 20 Prozent enthielten gemischte Einschätzungen oder konkrete Verbesserungsvorschläge. Der Rest machte keine Angabe.

Das Meinungsbild ist damit nicht eindeutig, aber gerade deshalb aufschlussreich. Die Aktion wurde wahrgenommen, diskutiert und bewertet. Sie hat also genau das ausgelöst, was ein Testlauf leisten kann: Erfahrungen sammeln, Reaktionen sichtbar machen und Grundlagen für weitere Entscheidungen schaffen.

Kommentare und Meinungsbild
Wetter spielte keine negative Rolle – die Meinungen zur Aktion waren geteilt
Positiv 33%
Kritisch / ablehnend 33%
Gemischt / Verbesserungsvorschläge 20%
Keine Angabe 14%
Wetter: durchgehend als unproblematisch bewertet

Ein Testlauf mit Erkenntnissen – aber noch ohne erkennbare Fortsetzung

Die Umfrage zeigt: Die temporäre Aufwertung der Innenstadt wurde genutzt. Besonders am Nachmittag und zur Mittagszeit hielten sich Menschen auf der Fläche auf. Viele blieben nur kurz, doch eine deutliche Mehrheit nutzte den Bereich nicht bloß als Durchgang, sondern tatsächlich als Aufenthaltsort.

Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen auch offene Fragen. Die Verkehrssituation wurde von einem Drittel kritisch gesehen. Die Kommentare sind geteilt: Zustimmung, Ablehnung und Verbesserungsvorschläge liegen nah beieinander.

Damit liefert der Testlauf wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der Innenstadt. Entscheidend wird nun sein, ob diese Erkenntnisse ausgewertet und in eine nachvollziehbare Strategie übersetzt werden. Denn temporäre Möbel und einzelne Aktionen können Impulse setzen – eine lebendige Ortsmitte entsteht aber erst dann dauerhaft, wenn aus dem Versuch klare Ziele, Beteiligung und konkrete nächste Schritte folgen.

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