Gemeinderat verabschiedet Forstbetriebsplan 2026

19.11.2025

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Der Gemeinderat Wehr hat am 18. November 2025 mehrheitlich den Forstbetriebsplan für das Jahr 2026 beschlossen. Trotz stabiler Holzpreise muss die Stadt erneut ein Defizit einplanen.

Die Verwaltung stellte Einnahmen von rund 515.000 Euro Ausgaben von knapp 585.000 Euro gegenüber – ein Minus von etwa 69.000 Euro.

Finanzen: Defizit trotz stabiler Marktlage

Ein wesentlicher Kostentreiber ist die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Forstwirte, dessen Finanzierung ins Jahr 2026 verschoben wurde. In der Ratssitzung wurde betont, dass der Forstbetrieb grundsätzlich ohne Gewinnabsicht geführt wird. Ziel bleibt ein ausgeglichener Haushalt, doch das bestehende Defizit solle künftig nicht weiter anwachsen.

Klimawandel verschärft den Aufwand

Deutlich wurde auch der zunehmende Einfluss des Klimawandels. Rund 440 Festmeter des geplanten Einschlags resultieren aus Schadereignissen wie Borkenkäferbefall oder Windwurf, die schwer kalkulierbar sind und zusätzliche Arbeit verursachen. Pflegemaßnahmen in jungen Laub- und Nadelholzbeständen sowie die Entnahme hitzegeschädigter Altbäume erhöhen ebenfalls die Kosten.

Ökologische Bewirtschaftung bringt höhere Kosten – und Fördermittel

Der Bürgermeister machte deutlich, dass die ökologisch ausgerichtete Waldbewirtschaftung zusätzliche Mittel erfordert. Gleichzeitig profitiert die Stadt aber voraussichtlich von einer Bundesförderung in Höhe von rund 65.000 Euro für klimaangepasstes Waldmanagement. Diese fällt an, da die Stadt die entsprechenden Maßnahmen ohnehin umsetzt.

Nachfragen aus dem Gremium

Während der Diskussion interessierte sich ein Ratsmitglied besonders dafür, wie die Fördermittel zustande kommen und welchen Verwaltungsaufwand sie auslösen. 

Neuer Stadtförster übernimmt im Januar

Der Forstbetriebsplan wurde noch von der bisherigen Stadtförsterin erstellt, die die Stadt Ende September verlassen hat. Ab dem 7. Januar 2026 übernimmt Daniel Happel das Amt des Stadtförsters – und damit die Verantwortung für ein anspruchsvolles Planungsjahr, das stark von Klimaanpassung und kostspieligen Pflegemaßnahmen geprägt sein wird.

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