Lärm ist nicht nur eine Frage einzelner lauter Momente, sondern auch der Häufung. Gerade in Ferienzeiten zeigt sich, wie stark öffentliche Räume genutzt werden – und wie sehr Anwohnerinnen und Anwohner dadurch belastet werden können.
Eine Auswertung von Lärmmessungen aus den Pfingstferien 2025 und 2026 zeigt nun deutliche Unterschiede zwischen beiden Jahren.
Verglichen wurden zwei Zeiträume: der 10. bis 20. Juni 2025 sowie der 26. Mai bis 5. Juni 2026. Erfasst wurde dabei unter anderem, wie stark einzelne Lärmereignisse vom jeweiligen Ruhepegel abwichen.
Zur Einordnung: Ab etwa 30 bis 40 Prozent Abweichung kann von auffälligem Lärm gesprochen werden. Ab rund 50 Prozent wird Lärm deutlich hörbar. Ab etwa 80 Prozent handelt es sich um extreme Lärmereignisse.
Der Normalbereich ist ähnlich – die Spitzen nicht
Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Jahre weniger stark, als man vermuten könnte. Der Median der Abweichungen lag 2025 bei 43,9 Prozent, 2026 bei 45,0 Prozent. Das bedeutet: Der typische Messwert bewegte sich in beiden Jahren in einem ähnlichen Bereich – meist oberhalb dessen, was bereits als auffällig gelten kann.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch bei den stärkeren Lärmspitzen. Im Zeitraum 2025 wurden 1.273 Messungen ausgewertet. Davon lagen 355 Messungen, also 27,9 Prozent, bei mindestens 50 Prozent Abweichung. 51 Messungen, also 4,0 Prozent, erreichten den Bereich extremen Lärms ab 80 Prozent.
Im Vergleichszeitraum 2026 gab es mit 1.113 Messungen zwar insgesamt weniger Datenpunkte. Trotzdem wurden 373 Messungen ab 50 Prozent Abweichung registriert – das entspricht 33,5 Prozent. Noch deutlicher fällt der Unterschied bei den Extremwerten aus: 108 Messungen lagen bei mindestens 80 Prozent Abweichung. Das sind 9,7 Prozent aller Messungen und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.