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Landtagswahl: Die Stadt Wehr im Vergleich

08.03.2026

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Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist beendet. Die aktuelle Auszählung zeigt ein differenziertes Bild: Landesweit werden die Grünen mit 30,4 % stärkste Kraft, knapp vor der CDU mit 29,7 %. Dahinter folgen die AfD mit 18,6 %, die SPD mit 5,6 %, die FDP mit 4,4 % und die Linke mit 4,3 %.

Auch in Wehr zeigen sich deutliche Abweichungen vom Landestrend. Hier kommen die Grünen auf 28,5 %, die CDU auf 26,7 % und die AfD auf 24,0 %. Die SPD erreicht 5,8 %, die FDP 3,2 % und die Linke 3,9 %.

Besonders spannend wird der Vergleich mit anderen Städten der Region. Denn Wehr liegt politisch weder auf einer klar urbanen noch auf einer eindeutig ländlichen Linie. Während etwa Freiburg mit 48,9 % ein sehr stark grünes Ergebnis aufweist, bleibt die CDU dort bei 15,2 %. In Waldshut wiederum liegt die CDU mit 31,3 % vor den Grünen (29,7 %). Lörrach zeigt mit 32,4 % für die Grünen und 26,0 % für die CDU erneut ein anderes Bild.

Auch der Landkreis Waldshut insgesamt unterscheidet sich sowohl vom Land als auch von Wehr: Hier liegen die CDU mit 30,3 % und die Grünen mit 28,8 % nahe beieinander, während die AfD 20,8 % erreicht.

Wehr zwischen Landes- und Landkreistrend

Wehr liegt mit seinem Ergebnis tatsächlich zwischen dem landesweiten und dem regionalen Trend. Während die Grünen landesweit mit 30,4 % klar vorne liegen, erreichen sie in Wehr 28,5 % und liegen damit leicht unter dem Landeswert. Gleichzeitig fällt die AfD mit 24,0 % in Wehr deutlich stärker aus als im Landesdurchschnitt (18,6 %) und auch stärker als in den umliegenden Städten Waldshut (18,8 %) und Lörrach (18,0 %).

Auch im Vergleich zum Landkreis Waldshut zeigt sich ein etwas anderes Bild: Dort liegt die CDU mit 30,3 % vor den Grünen (28,8 %), während in Wehr Grüne (28,5 %) und CDU (26,7 %) deutlich näher beieinanderliegen.

Im direkten Städtevergleich wird sichtbar, wie unterschiedlich die politischen Milieus in Südbaden ausgeprägt sind. Freiburg bleibt mit 48,9 % für die Grünen das klar grün dominierte Oberzentrum. Waldshut zeigt ein stärker CDU-geprägtes Ergebnis, während Lörrach mit 32,4 % für die Grünen ebenfalls ein eher urbanes Wahlverhalten aufweist.

Große Unterschiede zwischen den Städten

Noch deutlicher werden die Unterschiede im direkten Städtevergleich. Während Wehr ein relativ enges Rennen zwischen Grünen (28,5 %), CDU (26,7 %) und AfD (24,0 %) zeigt, entwickeln sich die politischen Mehrheiten in den umliegenden Städten sehr unterschiedlich.

In Waldshut liegt die CDU mit 31,3 % vorne, gefolgt von den Grünen mit 29,7 %. Die AfD erreicht hier 18,8 % und bleibt damit deutlich unter dem Wert von Wehr.

In Lörrach zeigt sich ein stärker urban geprägtes Bild: Die Grünen werden mit 32,4 % klar stärkste Kraft, während die CDU auf 26,0 % kommt und die AfD mit 18,0 % ebenfalls deutlich niedriger liegt als in Wehr.

Noch ausgeprägter ist der Unterschied in Freiburg. Hier dominieren die Grünen mit 48,9 % das Ergebnis sehr deutlich. Die CDU erreicht 15,2 %, während die AfD mit 7,3 % nur eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. Auffällig ist außerdem das relativ starke Abschneiden der Linken mit 14,8 %.

Direktkandidaten im Wahlkreis

Neben den Parteiergebnissen lohnt sich auch ein Blick auf die Erststimmen im Wahlkreis, bei denen die Wählerinnen und Wähler direkt über die Kandidatinnen und Kandidaten entscheiden.

Im Wahlkreis liegt Simon Herzog (CDU) mit 26.200 Stimmen bzw. 33,3 % klar vorne und gewinnt damit das Direktmandat. Auf Platz zwei folgt Niklas Nüssle (Grüne) mit 18.987 Stimmen (24,1 %). Dahinter erreicht Matthias Jehle (AfD) 16.635 Stimmen und 21,1 %.

Mit deutlichem Abstand folgen die weiteren Kandidierenden:
Stefan Ruppaner (Freie Wähler) kommt auf 5.560 Stimmen (7,1 %), Joana Stöhrer da Costa (SPD) erreicht 5.319 Stimmen (6,8 %). Dahinter liegen Nathalie Wagner (FDP) mit 3.030 Stimmen (3,9 %) und Julian Besemann (Die Linke) mit 2.939 Stimmen (3,7 %).

Direktkandidaten im Wahlkreis
Erststimmenanteile der Kandidatinnen und Kandidaten
Simon Herzog (CDU) 33,3 %
Niklas Nüssle (Grüne) 24,1 %
Matthias Jehle (AfD) 21,1 %
Stefan Ruppaner (Freie Wähler) 7,1 %
Joana Stöhrer da Costa (SPD) 6,8 %
Nathalie Wagner (FDP) 3,9 %
Julian Besemann (Linke) 3,7 %
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