Mehr Lärmereignisse während der B518-Sperrung in der Wehrer Innenstadt

20.09.2026

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Die Umleitung des Verkehrs während der Sanierung der B518 macht sich auch bei den Lärmmessungen in der Wehrer Innenstadt bemerkbar. Während der Sperrzeiten wurden deutlich mehr Lärmspitzen aufgezeichnet als an vergleichbaren Wochenenden. Auch stärkere Lärmereignisse kamen häufiger vor.

Verkehr wird durch Wehr umgeleitet

Die B518 zwischen der Abzweigung Wehr Nord und dem Wehrer Tunnel wird im September auf einem rund 1,4 Kilometer langen Abschnitt saniert. Dafür ist die Bundesstraße an zwei Wochenenden vollständig gesperrt: vom 4. bis 7. September sowie vom 18. bis 21. September, jeweils von Freitagabend 18 Uhr bis Montagmorgen 6 Uhr.

Während der Sperrungen wird der Verkehr durch Wehr geführt. Auf der Umleitungsstrecke wurden Halteverbote angeordnet, damit der zusätzliche Verkehr möglichst reibungslos durch die Stadt fließen kann.

Die Lärmmessung im Bereich der Wehrer Innenstadt zeigt, wie sich diese zusätzliche Verkehrsbelastung bemerkbar macht.

Was gilt als auffälliger Lärm?

Die Messung vergleicht einzelne Lärmspitzen mit dem normalen Geräuschpegel an der Messstelle. Je stärker ein Geräusch vom üblichen Niveau abweicht, desto höher wird es eingestuft.

Dabei werden drei Stufen unterschieden: Als auffälliger Lärm gelten Abweichungen von etwa 30 bis unter 50 Prozent. Ab 50 Prozent wird ein Ereignis als deutlich hörbar eingestuft, ab 80 Prozent als extrem.

Damit lässt sich vor allem erkennen, wie oft ungewöhnlich laute Geräusche auftreten und wie stark sie ausfallen.

Erstes Sperrwochenende: Fast doppelt so viele Lärmereignisse

Beim ersten Sperrwochenende ist der Unterschied besonders deutlich. Zwischen Freitag, 4. September, 18 Uhr, und Montag, 7. September, 6 Uhr, wurden 454 Lärmereignisse registriert.

Im gleichen Zeitraum eine Woche zuvor waren es 229.

Damit wurden während der Sperrung fast doppelt so viele Lärmspitzen aufgezeichnet. Pro Stunde stieg die Zahl von durchschnittlich rund 3,8 auf 7,6 Ereignisse.

Auch die stärkeren Lärmereignisse nahmen zu. Am Vergleichswochenende wurden 180 auffällige, 45 deutlich hörbare und vier extreme Ereignisse gemessen. Während der Sperrung waren es 336 auffällige, 103 deutlich hörbare und 15 extreme Ereignisse.

Die Zunahme betrifft also nicht nur kleinere Ausschläge. Auch besonders deutliche und extreme Lärmspitzen wurden häufiger registriert.

Auch beim zweiten Sperrwochenende mehr Lärmspitzen

Beim zweiten Sperrwochenende zeigt sich bislang ein ähnliches Bild. Die vorhandenen Messdaten reichen bis Sonntag, 20. September, 15.39 Uhr. Deshalb lässt sich das komplette Wochenende noch nicht auswerten.

Für den bisher erfassten Zeitraum wurden während der Sperrung 279 Lärmereignisse gezählt. Im gleich langen Vergleichszeitraum am Wochenende zuvor waren es 200.

Das sind knapp 40 Prozent mehr Lärmereignisse.

Auch hier nahm die Zahl stärkerer Ereignisse zu. Im Vergleichszeitraum wurden 160 auffällige, 38 deutlich hörbare und zwei extreme Ereignisse registriert. Während der Sperrung waren es bislang 208 auffällige, 61 deutlich hörbare und zehn extreme Ereignisse.

Nicht ständig lauter, aber deutlich öfter

Die Messungen zeigen vor allem eines: Während der Umleitungen gab es häufiger einzelne laute Ereignisse.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass es in der Innenstadt rund um die Uhr deutlich lauter war. Vielmehr traten die Lärmspitzen öfter auf. Nach einem lauten Fahrzeug kann es wieder ruhiger werden – bis das nächste kommt.

Gerade bei einer stark befahrenen Umleitungsstrecke kann das für Anwohner einen spürbaren Unterschied machen. Nicht nur die Lautstärke eines einzelnen Fahrzeugs spielt eine Rolle, sondern auch, wie häufig solche Lärmspitzen auftreten.

Während beider untersuchter Sperrzeiträume wurden mehr solcher Ereignisse aufgezeichnet. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der deutlich hörbaren und extremen Lärmspitzen.

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