Am 6. Oktober 2025 lädt die Stadt Wehr zu einem Bürger-Workshop in die Stadthalle ein. Thema ist die geplante Neugestaltung des Talschulplatzes – jenes zentralen Ortes, der seit Jahrzehnten als Markt, Veranstaltungsfläche und Treffpunkt dient.
Neuer Anlauf für ein altes Zentrum
Die letzte große Umgestaltung liegt über 40 Jahre zurück. Heute stellen Klimaanpassung, Verkehr und Aufenthaltsqualität neue Anforderungen. Mit einem Freiburger Architekturbüro an der Seite will die Stadt klären, wie der Platz künftig aussehen soll.
Beteiligung – aber mit bürokratischer Hürde
Die Idee: Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Wünsche und Vorstellungen ein. Doch wer dabei sein will, muss sich schriftlich bis zum 30. September anmelden. Für einen Beteiligungsprozess, der möglichst viele Stimmen einfangen soll, ist diese Formalität ein Stolperstein. Spontane Teilnahme wird damit ausgeschlossen – und gerade diejenigen, die am meisten vom Platz profitieren, könnten außen vor bleiben.
Viele Erwartungen, begrenzte Mittel
Neben der Anmelderegelung gibt es weitere Herausforderungen: Die Interessen reichen von mehr Aufenthaltsqualität über ökologische Aufwertung bis hin zu schulischen Belangen. Gleichzeitig sind die finanziellen Spielräume der Stadt eng gesteckt. Ein Spagat, den Workshop und Politik erst noch meistern müssen.
Blick nach vorn
Der Talschulplatz soll auch in Zukunft das Herz von Wehr sein. Ob der Workshop zum Aufbruch oder zur Enttäuschung wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie ernst die Stadt die Bürgerbeiträge nimmt – und wie niedrig sie die Hürden für Beteiligung tatsächlich hält.
