In Wehr haben sich rund 56 Prozent der Wahlberechtigten an der Bürgermeisterwahl beteiligt – ein Wert, der leicht über dem landesweiten Durchschnitt liegt. Neuer Rathauschef wird Denis Schimak, der mit rund 74 Prozent der abgegebenen Stimmen einen deutlichen Vorsprung erzielte und sich klar gegen seine Mitbewerber durchsetzte.
Eine Wahlbeteiligung von etwas mehr als der Hälfte der Bürgerschaft signalisiert ein solides, wenn auch ausbaufähiges Interesse an der Kommunalpolitik. Zum Vergleich: Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat im Oktober 2025 insgesamt 1.244 Bürgermeisterwahlen im Land ausgewertet. Demnach lag die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei rund 53 Prozent – Wehr liegt also geringfügig darüber.
Auch im Vergleich mit anderen Urnengängen reiht sich die Wehrer Bürgermeisterwahl in ein gewohntes Muster ein. Bei Landtagswahlen bewegt sich die Beteiligung in Baden-Württemberg in der Regel um die 60 Prozent. Kommunalwahlen bleiben meist etwas darunter – was auch in Wehr zu beobachten ist: Bei der Gemeinderatswahl 2024 lag die Beteiligung bei 55 Prozent und damit knapp unter dem jetzigen Wert.
Die Zahlen zeigen: Die Bürgerinnen und Bürger in Wehr gehen im landesweiten Vergleich weder überdurchschnittlich oft noch auffallend selten zur Wahlurne – sie liegen im guten Mittelfeld, mit einem leichten Plus. Für die lokale Demokratie ist das ein respektabler Wert, der dennoch Spielraum nach oben lässt.
Die entscheidende Frage für die kommenden Jahre wird sein, ob es Stadtverwaltung, Gemeinderat und neuem Bürgermeister gelingt, noch mehr Menschen für kommunalpolitische Themen zu interessieren – und damit auch künftige Wahlen stärker zum Gesprächsstoff in der ganzen Stadt zu machen.
